Die Spiel 2019 ist vorbei und im letzten Blogbeitrag hatte Petra ihre Sicht unseres gemeinsamen Besuchs auf der Spiel 2019 geschildert. Somit ist es nun an mir, meine Eindrücke hier schriftlich im Blog zu fixieren. Wie ihr bereits lesen konntet, waren wir in diesem Jahr nur am Freitag auf der Messe gewesen. Die Anreise gestaltet sich mal wieder herrlich unkompliziert, dank Presseausweis und Parkticket, konnten wir quasi bis vor die Pforten fahren (für Insider: Parkhaus P6). Meine Eintrittskarte war dann auch fix gekauft und schon ging es in die Messehallen.
Und wieder schweife ich gedanklich in die Vergangenheit. Vor 10 Jahren, 2009, habe ich das erste Mal über die SPIEL in Essen und meinen Besuch dort hier bei weltensicht.de berichtet. Früher fand zeitgleich tatsächlich noch die Teddybärenausstellung parallel in anderen Hallen der Messe Essen statt.
Seitdem hat sich so einiges verändert. Die Messe musste aus den alten Messehallen in die Hallen 1, 2 und 3 umziehen, da die alten Messehallen einem Neubau weichen sollten. Mittlerweile ist der Umbau Geschichte, die Messe ist um einiges gewachsen und es gibt nun drei Eingänge.
Am Mittwoch war ich nicht nur auf der Pressekonferenz gewesen, sondern habe im Anschluss daran auch die Neuheitenschau besucht. Dort haben die Verlage die Möglichkeit, ihre Neuheiten der Presse zu präsentieren. Je nach Größe des Verlags findet man dort einen kleinen Tisch mit nur einem oder zwei Spielen, oder gleich mehrere Tische, an denen Autoren und Spieleredakteure ihre Spiele erklären. Einige Spiele werden dort auch durch besondere Aktionen präsentiert.
Traditionell beginnt die SPIEL in Essen für mich mit der Pressekonferenz am Mittwoch, dies ist natürlich auch in diesem Jahr wieder der Fall. Und so habe ich mich heute zeitig auf den Weg gemacht, um pünktlich die Messehallen und das Konferenzzentrum zu erreichen.
Der im Jahr 2017 etablierte Spielepreis innoSPIEL wurde auch in diesem Jahr vergeben. Mit diesem Preis sollen Spiele aus der Masse hervorgehoben werden, die ein neues innovatives Element beinhalten. Der Preis innoSPIEL wurde gemeinsam von der Stadt Essen als Veranstaltungsort und dem Friedhelm Merz Verlag als Veranstalter ins Leben gerufen. Eine qualifizierte Jury hat bereits im Vorfeld drei Titel aus dem aktuellen Spielejahrgang ausgewählt. Die drei Titel sind AB DURCH DIE MAUER, DETECTIVE und KEYFORGE, laut der Jury zeichnen sich die Spiele durch besonders innovative Konzepte aus. Gekürt wurde der Gewinner des Spielepreis innoSPIEL auf der allgemeinen Pressekonferenz am heutigen Tag, das Rennen gemacht hat AB DURCH DIE MAUER von Jürgen Adams (Zoch Verlag, 2-4 Spieler ab 7 Jahren). Wir gratulieren dem Gewinner des innoSPIEL 2019 ganz herzlichst.
Just One von Ludovic Roudy und Bruno Sautter 3 - 7 Spieler • ab 8 Jahren • ca. 20 Minuten Verlag: Repos Production
Begründungstext der Jury: „Just One“ ist insbesondere durch seine Einfachheit genial. Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt: Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen. Und das machen diese dann oft auch, denn die Einstiegshürde ist so niedrig, dass jeder sie problemlos überwinden kann. Ein Geistesblitz kommunikativer Spielfreude, der in jeder Runde einschlägt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.