Schafe! Es sind wirklich Schafe auf dem Cover von Glen More (alea) abgebildet. Und dann noch der Untertitel: Von Schotten, Schafen und scharfen Getränken. Allein die Schafe sind schon ein Grund, sich das Spiel etwas genauer anzusehen. Fange ich also mit dem Cover an. Dieses ist grün und zumindest ich schaue zuerst auf die Schafe. Diese sind Teil eines Bildes, dass sich über das Cover und eine Seite hinzieht. Neben den Schafen ist wohl der Schafhirte abgebildet, ein Weg führt zu einem stattlichen Gebäude im Hintergrund, aus dessen Schornsteinen Rauch aufsteigt. Rechts vom Weg grasen einige schottische Hochlandrinder (oder Verwandte von denen, so genau kenne ich mich bei diesen Vierbeinern nicht aus). Schemenhaft kann man im linken Bildhintergrund noch eine Burg ein Castle erkennen. Betrachtet man den Schachteldeckel von allen Seiten, so erkennt man, dass er so bedruckt ist, dass man die Spielschachtel sowohl waagrecht, als auch senkrecht, im Regal verstauen kann, ohne dass es "doof" aussieht. Eben wie von alea bekannt.
Ausnahmen bestätigen die Regel, und genau daran haben wir uns gehalten, als wir unseren Inoffiziellen Königshardter Spieleabend vom üblichen Dienstagstermin auf den Montag davor verlegten. Als bekennender Fußballfan ist natürlich der Dienstag, ebenso wie der Mittwoch dieser Woche, bereits anderweitig belegt. Und für alle, die es wirklich noch nicht mitbekommen haben: Es ist Fußballweltmeisterschaft! In Südafrika! Auch der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns und schickte uns, statt der Tropentemperaturen wie an den Tagen zuvor, angenehme Temperaturen. Diesmal versammelten sich sieben Personen in unserer heiligen Spielhalle, dem Wohnzimmer. Der harte Kern wird sich doch nicht etwa vergrößert haben?
Mit Chez Cthulhu hat das preisgekrönte Chez Geek einen neuen Verwandten bekommen, der in seiner deutschen Version bei Pegasus Spiele und in der englische Originalversion bei Steve Jackson Games erschienen ist. Man sollte sich schon einige Zeit nehmen, um das Cover der kleinen Spielschachtel anzusehen, denn soviel gibt es dort zu entdecken. Ein Mensch in einem T-Shirt mit der Aufschrift "Mich frisst er zuletzt" fällt als erstes ins Auge, rechts und links von ihm wimmelt es nur so von Wesen, die nicht unbedingt menschlichen Ursprungs sind. Auch wenn ich mit diesen Wesen als "Nicht-Cthulhuist" (das Wort gibt es vermutlich gar nicht) nichts anfangen kann, neugierig auf den Inhalt der Schachtel macht es auf jeden Fall. Zumindest bei mir.
Vielleicht nennt man es Sommerloch, vielleicht ist die Fußballweltmeisterschaft schuld, vielleicht aber auch einfach nur Geburtstage im Umfeld. Was ich damit sagen will? Gestern waren wir seit langer Zeit wieder einmal nur 4 Personen, die ihrer Spielsucht nachgingen. War aber auch ganz schön, da wir nun auch 4-Personen Spiele spielen konnten. Wobei es eigentlich auch nur eins war, aber wir hätten ja gekonnt. Meist versuchen wir ja, zumindest bis zu einer gewissen Grenze, die Spielrunde nicht aufzuteilen.