66. Inoffizieller Königshardter Spieleabend

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Der Feiertag am Montag hat mich verwirrt. Meine innere Uhr hat unseren Inoffiziellen Königshardter Spieleabend erst heute erwartet. Dementsprechend war im Vorfeld auch meine Einstellung. Fast wie Weihnachten. Das kommt bekanntermaßen ja auch immer so plötzlich. Doch zurück zum Thema.

Gestern Abend waren wir wieder einmal zu fünft. Wir wollten an diesem Spieleabend die Gelegenheit nutzen, einen Mülheimer Rollenspieler näher kennen zu lernen, der vielleicht unsere Rollenspielrunde verstärken würde.

 

Hol´s der Geier!, 2-5 Spieler, ab 8 Jahren, ca. 20 Minuten Als lockeren Einstieg haben wir mit Hol´s der Geier! in der neuen Auflage von Amigo Spiele begonnen. Zunächst stand eine Regelerklärung an, denn nur eine Mitspielerin kannte dieses kleine Kartenspiel aus ihrer Kindheit. Jeder Spieler erhält 15 Karten in den Werten 1-15. In jeder Runde wird um die Punktekarten, die entweder positive Mäusekarten oder negative Geierkarten sein können, gespielt. Hierzu spielen die Spieler jeweils verdeckt eine Karte aus. Geht es um Karten mit positivem Wert, so gewinnt der Spieler mit der höchsten ausgespielten Karte, sofern kein Gleichstand herrscht. Denn dann bekommt der Spieler mit dem zweithöchsten Wert die Karte. Eine Geierkarte, sie bedeutet Minuspunkte, wird dagegen an den Spieler mit der niedrigsten ausgespielten Karte vergeben. Nach 15 Runden endet das Spiel und die Punkte werden gezählt. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten, aber nur, wenn kein Gleichstand herrscht. Sonst ist der Spieler mit dem zweithöchsten Punktestand der Glückliche.

 

Strasbourg, 3-5 Spieler, ab 12 Jahren, ca. 60-90 Minuten Als nächstes Spiel kam mit Strasbourg (Pegasus Spiele) ein anderes Kaliber auf den Tisch, für unseren Mülheimer Gast eine Herausforderung, wie sich später herausstellte. Doch zunächst wurden die Regeln erklärt. Fünf Runden lang wurde anschließend alles dafür getan, seine eigenen Familienmitglieder als Lehrling, Geselle oder Meister in den Zünften und am besten auch im Rat unterzubringen. Dabei hatte jeder seine eigenen Auftragskarten im Hinterkopf, schließlich wollte ja jeder die entsprechenden Prestigepunkte einstreichen und nicht etwa Minuspunkte kassieren.

Es galt nun die eigenen Einflusskarten geschickt einzusetzen, zum Einen, um nicht irgendwann zusehen zu müssen, zum Anderen, um auch wirklich Einfluss auf die Zünfte zu gewinnen, die man für seine Aufträge nutzen möchte oder bei den Kaufleuten eine Möglichkeit zu haben, erhaltene Waren in Bares zu tauschen. Schließlich ist fast nichts im Leben umsonst, so auch die Positionierung eines Familienmitglieds bei den Zünften. Wer am Schluss des Spiels viele Familienmitglieder in der Stadt hat, am besten noch auf Feldern an Kapellen oder Gebäuden, kann sich glücklich schätzen, denn er bekommt viele Siegpunkte. Auch erhaltene Privilegien sowie erfüllte Auftragskarten geben noch Siegpunkte.

Diesmal hatten wir uns auch alle brav an unsere Hausregel: Lass immer die Gäste gewinnen, gehalten. Naja, fast zumindest. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass bei derartigen Spielen so viel zu beachten ist, dass es ein Neuling weitaus schwerer hat als die "Alten Hasen". Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

 

7 Wonders, 3-7 Spieler, ab 10 Jahren, ca. 30 Minuten

Als letztes Spiel des Abends, quasi als Absacker, kam dann noch 7 Wonders (Repos Production) auf unseren Spieltisch. Auch hier mussten zunächst die Regeln erklärt werden. Wie es der Zufall wollte, kam diesmal auch das "Weltwunder" Männeken Pis zum Einsatz. Für alle, die mit diesem Weltwunder nicht vertraut sind: Es gibt auf Seite B nur einen Bauabschnitt, die Vollendung dieses Bauabschnitts erfordert jeweils eine der sieben Ressourcen. Bei Erfolg erhält der Spieler 7 Münzen, 7 Siegpunkt, 1 Schild... und darf vom Sieger der Partie ein frisch gezapftes Bier einfordern!

Und genau dieses Bier spielte dann im weiteren Verlauf eine große Rolle. Nicht dass es in unserem Wohnort unmöglich ist am Ende der Partie noch ein frisch gezapftes Bier zu bekommen, aber jeder Mitspieler war nun eher darauf aus, nicht zu gewinnen. Denn immerhin spielen wir ja mitten in der Woche, so dass am folgenden Tag frühes Aufstehen angesagt ist. Das Spiel selbst geriet irgendwie zur Nebensache, aber wir hatten während der Partie sehr viel Spaß, und darauf kommt es schließlich hauptsächlich an. Zum Glück für den Sieger der Partie war die betroffene Person aber kompromissbereit, man einigte sich schließlich auf eine Flasche Bier zum nächsten Spieltreffen.

 

Im üblichen Abstand von zwei Wochen geht es auch diesmal wieder weiter. Daher ist der 67. Inoffiziellen Königshardter Spieleabend am 18. Oktober 2011. Anmeldungen hierzu werden wie immer im U-N-F-U-G Forum entgegen genommen.

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