Race around the world

Race around the WorldRace around the world ist ein Solitär Spiel, das in Deutschland von HCM Kinzel vertrieben wird. Die Idee dazu hatten 4 Schulmädchen im Alter von 11 und 12 Jahren, die damit Ende 2009 den Kontest "Exercise Your Mind Challenge" in Launceston, Tasmanien gewannen. Mittlerweile wird das Spiel in 14 Sprachen hergestellt und in 28 Ländern vertrieben. So steht es zumindet auf der Schachtelrückseite.

Ein Teil einer Aufgabenkarte ist bereits auf dem Cover abgebildet. Desweiteren gibt es dort auch Fotos von den Schulmädchen, Logos bisheriger Auszeichnungen, die das Spiel bekommen hat sowie Hinweise auf die beiliegenden Anleitungen. Finde deinen Weg ... ... um die Welt! Diesen Slogan übersieht man fast.

Schachtelrückseite

In Race around the world geht es darum, ein Land nach dem anderen zu bereisen, gekennzeichnete Städte zu besuchen und die Reise bei der Start-Stadt wieder zu beenden. Bei jedem Rennen ist ein Zeitlimit zu erreichen. Mit diesen Worten beginnt der erläuternde Text auf der Rückseite der Schachtel. Doch nicht nur das Spielgeschehen wird dort beschrieben, sondern es gibt auch eine kleine Erläuterung, wie es überhaupt zu diesem Spiel gekommen ist. Das Spielmaterial wird sowohl gezeigt als auch detailliert in einer Liste aufgezählt. Auch hier gibt es wieder Fotos von den 4 Mädchen. Auch die technischen Daten (1 Spieler, ab 8 Jahren, ab 5 Minuten) sind vorhanden.

Material und Spielregel
SpielmaterialIn der Schachtel befinden sich ein Klemmbrett, auf dem die Spielanleitung abgedruckt ist, ein Umschlag, in dem 24 Landkarten im DIN A4 Format aus etwas dickerem Papier zu finden sind, eine transparente Folie im gleichen Format sowie ein "Abwischbarer Marker" und ein Radierer. Hinter dem Begriff "Abwischbarer Marker" verbirgt sich ein White Board Stift mit roter Tinte, der nachgefüllt werden kann. Der Radierer ist nichts anderes als ein quadratisches Kunststoffteil, das mit etwas beklebt ist, das ich nicht wirklich identifizieren kann, ich tippe auf etwas wie Filz oder Schwamm, und die Striche des Abwischbaren Markers von der Folie entfernt.

Eine Spielanleitung im Sinne eines eigenen Heftes oder Blattes gibt es nicht. Eine allgemeine Beschreibung wie man vorzugehen hat steht auf dem Klemmbrett, ein kleines Bild als Erläuterung ist dort auch zu finden. Desweiteren gibt es auf jeder Landkarte auch einen Text mit weiteren Informationen.

Spielziel
Eine Reise über die Landkarte machen, dabei den Pfeilen folgen, jede Stadt genau einmal besuchen um schließlich wieder am Ausgangspunkt anzukommen, es sei denn die gewählte Aufgabe fordert etwas anderes.

Klemmbrett, Landkarte und FolieSpielvorbereitung
Je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad sucht der Spieler zunächst eine Landkarte heraus und befestigt diese gemeinsam mit der Folie auf dem Klemmbrett. Die Folie sollte hierbei die Landkarte komplett abdecken. Die Schwierigkeitsstufen werden mit einfach (1-10), mittel (11-20) und schwierig (21-24) bezeichnet. Noch den Stift und den Radierer bereitlegen und es kann losgehen.

Spielablauf
Landkarten von einfach bis schwierigJede Landkarte hat neben ihrem Titel den Schwierigkeitsgrad angegeben. Die Karten selbst sind gerastert, in jedem der so entstandenen Quadrate befindet sich entweder ein einfacher Pfeil, mehrere Pfeile oder ein anderes Symbol. Die Pfeile geben die eindeutige Reiserichtung vor und können mehrfach genutzt werden, sind mehrere Pfeile abgebildet, so sind diese Richtungen alle möglich. Bei den Symbolen kann meist in eine beliebige Richtung gezogen werden, die genau Erklärung der Symbole steht unter der Karte. Dort befinden sich auch die genauen Anweisungen sowie Informationen über etwaige Start- oder Zielorte.

Es gibt Aufgaben, bei denen Start und Zielort festgelegt sind, bei der Reise in den Mittelpunkt des Kraters ist nur der Zielort festgelegt, bei den übrigen Aufgaben kann von jedem Ort zu einer Rundreise gestartet werden. Rundreise heißt, dass der Startort zugleich der Zielort ist. Gemeinsam ist allen Aufgaben, dass die Zwischenstationen genau einmal berührt werden dürfen.

Klemmbrett mit allgemeiner Anleitung Der erste Versuch Es muss radiert werden!

Fazit
Gegen das Material kann man nicht viel sagen. Dass sich Folie, Stift und Radierer mit der Zeit abnutzen liegt in der Natur der Sache. Auch dass der Radierer recht schnell die rote Farbe des Stifts annimmt ist wohl normal. Muss der Spieler den Radierer allerdings oft hintereinander nutzen, so führt das zu roten Fingern, da die Farbe im Radierer nicht schnell genug trocknet. Und den Radierer nur am Kunststoffteil anzufassen geht nicht wirklich. Mein Radierer hat aber auch ein Auswaschen problemlos überstanden.

Ein Punkt ist mir aber trotzdem unangenehm aufgefallen. Er resultiert aus einem Vergleich der Daten auf der Spielschachtel mit dem Inhalt der Schachtel. Auf dem Cover links oben befinden sich jeweils die Landesflaggen von Deutschland, Frankreich und Italien mit dem Text "Anleitung beiliegend" in der jeweiligen Landessprache daneben. Ich verstehe das so, dass in der Spielschachtel Anleitungen auf Deutsch, Französisch und Italienisch sind.

Der Schachtelinhalt ist aber komplett auf Deutsch, es sind, entgegen den Angaben auf dem Schachtelcover, keine weiteren Sprachen  zu finden. Die Angaben auf dem Schachtelcover, dass auch französische und italienische Anleitungen enthalten seien, sind somit falsch. Die Spielanleitung ist auf dem Klemmbrett, die Anleitungen für die jeweiligen Aufgaben befinden sich auf den jeweiligen Blättern, so wäre es auch unsinnig, Race around the world mehrsprachig auszustatten.

Durch rein logisches Denken können die Aufgaben nicht gelöst werden, es ist schon eher ein Ausprobieren gefragt. Und plötzlich ist der richtige Weg da. Ich muss gestehen, ich habe aufgegeben nachdem ich öfter einmal längere Zeit versucht habe Aufgabe eins zu lösen. Race around the world ist einfach nicht mein Spiel. Aber zum Glück kenne ich jemanden, der derartige Spiele liebt und viele andere Solitärspiele nach ein paar Minuten gelöst zur Seite gelegt hat.

Ihre Aussage zum Wiederspielreiz: Aber weil man soviel rumprobiert und es dann oft völlig überraschend durch Zufall klappt, ist es kaum möglich dass sich der richtige Weg in den Kopf einbrennt. Dafür ist man einfach schon zu vielen Pfeilen gefolgt. Das Schöne ist auch, dass die Wege oft wirr die Richtungen wechseln und man somit schon den Weg zu Ende verfolgen muss um zu sehen wo er hinführt.

Ein Spiel, 2 Personen, 2 Meinungen.

 

Vielen Dank an Griffiths Consulting und HCM Kinzel für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Spiel: Race around the world
Verlag: HCM Kinzel
Autoren: Katelyn Victory, Elisabeth West, D'nykia Frost, Michelle Els
Anzahl: 1 Spieler
Alter: ab 8 Jahre
Dauer: hängt vom Schwierigkeitsgrad der Aufgabe ab
Jahr: 2011
Preis: ca. 15,00 Euro (Stand 03.02.2012)

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